Eigentlich war ich überhaupt nicht motiviert: den Schrecken und den ganzen Ärger vom Amade noch im Kopf, die Wochen seither mit dem Bluterguss und Schmerzen teilweise nicht so trainiert wie ich wollte, war ich schwer am Überlegen, ob ich überhaupt fahren sollte...Die Wettervorhersage war auch nicht die beste, und die Strecke mit 192 km und 3.500 hm (gem. GPS)sehr anspruchsvoll.  Aber es sollte alles anders kommen.

Optimistisch bei der Kleiderwahl für das Rennen und mit einigen bekannten Gesichtern wartete ich im ersten Block auf den Startschuss. Das Tempo war irre - klar, viele von denen fahren die kurze Strecke voll auf Anschlag - ich ließ die erste Gruppe ziehen. Bei leichtem aber eigentlich sehr angenehmem Nieselregen ging es bald das „Wachterl“ hoch, mein Puls spiegelte unseren Teamnamen. Die Abfahrt wieder Richtung Bad Reichenhall und zum Roßfeld verlor ich die Gruppe, da ich das Tempo der Männer bergab nicht aufbringen konnte und wollte. Bis zum Abzweig Roßfeld fuhr ich alleine mit Tempo 36-39 km/h, dann der lange Anstieg, wieder Nieselregen, aber o.k. Nach der Abfahrt sammelte sich eine Gruppe, noch ca. 100 km mit diversen unzähligen kurzen Anstiegen. Eine gute Gruppe wäre super... und so war`s dann auch. Das Wetter wurde auch besser. Die Zuschauer sagten irgendwann, ich sei die erste Frau und das motivierte auch die Jungs einen guten Zug aufzubauen. Vielen Dank dafür! In der Zieleinfahrt hörte ich schon die Durchsage - YES !!! Gut dass ich doch gefahren bin.

Aber das Beste kam dann erst noch: Chris, ebenfalls aus Freising machte in der anderen Altersklasse ebenfalls den ersten Platz. Die Freisinger haben`s eben drauf !!